Sicherheit, Unfallverhütung und Gesundheitsschutz - Die neuen Gerätehäuser für die Feuerwehr Saarwellingen

 

Die Brandschutzbedarfsplanung für die Feuerwehr Saarwellingen (Gutachter der beauftragten Firma WestGkA) war Dr. Roland Demke, damals Leiter der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken)  brachte es auf den Punkt. Die Gerätehäuser der Feuerwehr sind viel mehr als die Garagen für die Einsatzfahrzeuge. Hier muss die Ausrüstung für den Einsatz so gut untergebracht sein, dass bei Alarm schnell, sicher, ohne Unfallgefahr und mit Schutz der Gesundheit ausgerückt werden kann. Jeder Einsatz für den Feuerwehrmann beginnt im Gerätehaus. Bislang hieß das Umziehen in großer Enge neben den Fahrzeugen, Einatmen von giftigen Dieselabgasen und großes Gedränge beim Einstieg in die Einsatzfahrzeuge. An diesen Gefahrenpunkten sind bei anderen Feuerwehren schon sehr schwere Unfälle passiert, bei denen Feuerwehrangehörige verletzt wurden. Durch eine fehlende Absauganlage für die Fahrzeugabgase wurden diese eingeatmet und haben sich auf der Einsatzkleidung abgelagert. Für die Sicherheit der Feuerwehrleute und deren Familien sieht es Dr. Demke als zentralen Punkt an, dass die giftige Stoffe oder Brandrauch aus dem Einsatz keinesfalls mit nach Hause genommen dürfen. Dazu müssen die private Kleidung und die Einsatzuniformen strikt voneinander getrennt werden, was mit den neuen Gerätehäusern endlich möglich werden wird. Hier wird dann auch Raum geschaffen, damit die Einsatzkleidung angemessen für den nächsten Einsatz gereinigt werden kann. "Wer im Einsatz mit Schadstoffe und bei der wichtigen Arbeit  im Feuerwehrhaus bei der Instandsetzung der Geräte mit Schmutz in Berührung kommt, der muss sich vor dem Nachhauseweg waschen und reinigen können", sagt Wehrführer Bernd Paul. Was nach der Arbeit bei jedem Arbeitgeber und dem Sport im Verein selbstverständlich ist, soll nun auch für die Floriansjünger aus Saarwellingen gelten.  So werden nun endlich gute Dusch- und Waschmöglichkeiten geschaffen und ausreichende Toilettenanlagen. Dabei werden die weiblichen Feuerwehrangehörigen besonders berücksichtigt. So wird die  Weiterverbreitung von Gesundheitsgefahren zu Frau und Kind ausgeschlossen. 

Nach dem Einsatz werden im Gerätehaus die Fahrzeuge und das Gerät gereinigt, gepflegt und für den nächsten Einsatz verpackt. 

Ein wichtiger Punkt im Gutachten von Dr. Demke ist neben der Reinigung auch die Schaffung von Räumlichkeiten für die Analyse und die persönliche Nachbesprechung von Einsätzen. Diese Einsatznachbereitung dient der Vertiefung der fachlichen Kenntnisse und ist mittlerweile ein Basiselement im Bereich der Einsatzkräfteführung mit dem Ziel, die psychischen Auswirkungen von stark belasteten Einsätzen zu minimieren. Dafür müssen jedoch zwingend geeignete Räumlichkeiten geschaffen werden, um sowohl in einer kleinen Gesprächsrunde als auch mit der gesamten Einsatzmannschaft tagen zu können. "Das stärkt besonders das intaktes persönliches und kameradschaftliches Geflecht innerhalb des Löschzuges", so Wehrführer Paul. 

Aufgrund der deutlichen Ergebnisse des vor 4 Jahren  fertig gestellten Expertengutachtens über die Feuerwehr Saarwellingen und der deutlich festgestellten Mängel in den vorhandenen Gerätehäusern, beschloss der Gemeinderat den Neubau der Gerätehäuser im OT Saarwellingen und Schwarzenholz.

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